Qualifizierungsgeld oder Weiterbildungszuschuss – was passt besser?

Das Qualifizierungsgeld greift, wenn ein Unternehmen vom Strukturwandel – etwa durch Digitalisierung oder neue Technologien – betroffen ist. Es sichert während der Weiterbildungszeit die Lohnfortzahlung und soll Beschäftigte im Betrieb halten, indem sie für neue Aufgaben qualifiziert werden. Die Maßnahme muss also der Beschäftigungssicherung im bestehenden Unternehmen dienen.

Der Weiterbildungszuschuss nach dem Qualifizierungschancengesetz ist breiter angelegt. Er fördert sowohl die Lehrgangskosten als auch Lohnzuschüsse während einer Weiterbildung – unabhängig davon, ob Strukturwandel vorliegt. Ziel ist, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und neue Qualifikationen aufzubauen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) profitieren hier von attraktiven Fördersätzen und flexibleren Gestaltungsmöglichkeiten.

Welche Förderung besser passt, hängt ab von:

  • dem Anlass der Weiterbildung (Strukturwandel oder allgemeiner Qualifizierungsbedarf),
  • der Betriebsgröße,
  • und dem Weiterbildungsziel (Beschäftigungssicherung oder Kompetenzaufbau).

TIPP: Förderstellen der Agentur für Arbeit beraten individuell, welche Option im konkreten Fall die bessere ist.

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